Liebe im Watt

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Die gute alte Nordsee. Meist ist zwar Ebbe, wenn ich mal wieder für einen Tag dorthin fahre, doch auch dann kann es sich fototechnisch lohnen. Sehr viele Bilder habe ich nicht gemacht, doch dafür qualitativ hochwertige, wie ich meine.

 

Denn auch, wenn das Meer in weite Ferne gerückt ist, so gibt es eben dann seine Schätze frei. Vögel laufen im Watt herum, tote Krabben liegen herum Menschen hinterlassen Spuren im Schlamm und alles wartet nur darauf in Szene gesetzt zu werden.

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So ging ich einfach am Strand entlang und hielt ausschau. Und so fand ich auch zuerst die Krabbe auf dem betonierten Wellenbrecher. Noch unversehrt gibt sie ein gutes Bild ab.

Diesmal hatte ich eine andere Kamera dabei. Die Canon EOS 700D. Gegenüber meiner 500D hat sie den Vorteil, dass das Display schwenkbar ist. Um die Krabbe auf Augenhöhe zu bekommen, musste ich mich also nicht quasi kopfüber auf den Boden legen, sondern konnte bequem das Display ausklappen und von oben schauen wie das Bild wird.

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Das hat allerdings auch ein paar Nachteile. Einmal ist bei Sonneneinstrahlung die Sicht nicht optimal und andererseits ist der Autofokus sehr seltsam. Ich hatte mühe den richtigen Schärfebereich zu bekommen. Meistens war alles andere scharf aber nicht die Krabbe. Irgendwie schien die Kamera eher zufällig auszuwählen, welcher Bereich denn scharf sein soll. Wahrscheinlich war ich nur unfähig die Kamera zu bedienen. Da es eine Leihkamera war, habe ich mich auch nicht so sehr mit der Bedienungsanleitung beschäftigt.

 

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Insgesamt sind aber so schöne Bilder bei rumgekommen, die ich sonst nicht, oder nur mit Verrenkungen machen hätte machen können.

Ich habe schließlich noch versucht ein paar fliegende Vögel aufzunehmen. Nicht immer einfach da den richtigen Moment zu erwischen. Aber ich glaube bei diesem Foto ist mir das recht gut gelungen. Vor allem mit dem zweiten Vogel auf dem Boden. Ich habe den Kontrast und den Schwarzwert noch etwas verstärkt, damit man gegen den grauen Hintergrund den Vogel besser sehen kann. Die Tarnung ist da doch besser als man denken würde. Zumindest für die Kamera. Das menschliche Auge ist da doch noch etwas besser.

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Zum Schluss habe ich mich noch ein wenig an das Ende einer Mauer gesetzt. Nach einiger Zeit hinterließen dann ein paar spielende Kinder dieses Herz im Schlick.

Diese Krabben sind übrigens ziemlich angriffslustig. Eine wurde gefangen und griff dann sofort an. Obwohl man ja als Mensch doch etwas größer ist, schien die das nicht zu interessieren. Also vorsicht, wenn man im flachen Wasser der Nordsee umherläuft. 😉

Jens

Fotografiert seit seiner Kindheit. Zuerst mit einer Agfa Kompaktkamera, Später mit einer Canon EOS 500, EOS 5 und zur Zeit mit einer Canon EOS 500D.

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